Versteigerung von Fahrzeugen aus illegalem Streetrace

Racing

Immer wieder werden in Deutschland unter großer Berichterstattung in den Medien beschlagnahmte Autos versteigert, die die Behörden nach oder bei illegalen Straßenrennen einkassiert haben. Oft handelt sich dabei um auffällig getunte Kleinwagen, aber auch Sportwagen und Luxus-Limosinen sind dabei. Richter entscheiden dabei, ob ein Fahrzeug dauerhaft eingezogen bleibt und versteigert werden kann oder nach Abschluss des Verfahrens an den Eigentümer zurückgegeben wird. Die Gründe dafür, dass ein solches Fahrzeug dauerhaft eingezogen und versteigert wird, sind:

  • Abschreckende Wirkung auf andere illegale Streetracer
  • Fahrzeug wird nach schweren Unfällen als Tatwaffe angesehen
  • Streetracer können Geldstrafe nicht oder nur teilweise bezahlen
  • Schutz der Bevölkerung vor weiteren Taten des Täters mit diesem Fahrzeug
    Presse und Medien feiern jede einzelne dieser Versteigerungen als großen Erfolg und berichten ausführlich darüber. Tatsache bleibt jedoch, dass außer im Zusammenhang mit schweren Unfällen solche Taten und somit auch die Fahrzeuge oft ungesühnt bleiben und nur ein sehr geringer Teil aller Fahrzeuge, die zu illegalen Straßenrennen genutzt werden, überhaupt beschlagnahmt werden. Die Szene verhindert dies gerade in Innenstädten häufig durch die Nutzung von Leihwagen oder Fahrzeugen aus Carsharing Pools. Trotzdem bieten die seltenen Versteigerungen natürlich jedem Interessierten die Möglichkeit, sich die beschlagnahmten Fahrzeuge anzusehen und auch zu ersteigern.