Strassenrennen sind kein Ordnungswridrigkeit mehr!

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In den Medien wurde in den letzten Jahren immer öfters von illegalen Straßenrennen in der Bundesrepublik Deutschland berichtet. Auch wenn die Presse nicht zwischen Adrenalin gesteuerten Jugendlichen und Motorsportlern unterscheidet, werden nun alle illegalen Straßenrennen schärfer geahndet.

In den letzten Monaten und Jahren sind immer mehr unbeteiligte Personen ums Leben gekommen, meisten durch jugendliche und verantwortungslose junge Fahrer. Wir alle sind uns wohl einig, das dieses gefährliche Verhalten nichts mit dem Straßenrennsport zu tun hat.

Wer mit hohen Geschwindigkeiten durch Innenstädte fährt, um sich mit anderen Fahrern zu messen, handelt absolut verantwortungslos und nicht im Sinne des Sports. Unser Sport verlangt einige Vorsichtsmaßnahmen, die Absicherung der Strecke, entsprechende Sicherheitskleidung wie Anzug, Schuhe und Helm, sowie Regeln, an die sich jeder hält.

Durch die Aufmerksamkeit, welche die Szene in letzter Zeit in den Medien erhalten hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Gesetzgeber Gegenmaßnahmen einleitet. Dies ist jetzt geschehen!

Bisher konnten für überhöhte Geschwindigkeiten und Straßenrennen, bei denen keine Dritten geschädigt wurden, nur Strafen aufgrund einer Ordnungswidrigkeit ausgesprochen werden. Der neue Paragraf 315 des Strafgesetzbuches kann jetzt auf Personen angewendet werde, die illegale Straßenrennen ausrichten. Dafür werden Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahre vorgesehen. Werden durch die Straßenrennen Personen geschädigt, kann die Freiheitsstrafe auf bis zu 10 Jahre erhöht werden.

Soweit würde die neue Gesetzeslage nur auf illegale Rennen angewendet werden können, der Gesetzgeber will aber auch einzelne Fahrer zur Rechenschaft ziehen. Motorrad und Autofahrer, die mit einer nicht angepassten Geschwindigkeit erwischt werden und sich dabei grob fahrlässig oder verkehrswidrig verhalten, sollen auch nach dem Strafgesetzbuch bestraft werden. Der Polizist muss dabei festlegen, ob der Verkehrsteilnehmer sich so verhalten hat, damit er die höchst mögliche Geschwindigkeit erreichen kann.

Durch dieses Gesetz ist es sogar möglich die Planung eines illegalen Straßenrennens zu bestrafen, selbst wenn es nicht ausgeführt wurde.

Dies verursacht wohl in jedem von uns gemischte Gefühle. Einerseits sind wir wohl alle nicht damit einverstanden, das leichtsinnige Raser in den Innenstädten, durch deren Schuld Unbeteiligte ums Leben gekommen sind, nur mit einer Geldstrafe und drei Monate Fahrverbot davon kommen. Andererseits können wir uns auch nicht davon freisprechen einmal ein Rennen auf einer Landstraße gemacht zu haben. Demnach könnten wir schon alle Straftäter nach dem Strafgesetzbuch angesehen werden.

Spätestens jetzt müssen wir uns alle von den unverantwortlichen Fahrern distanzieren, die ohne jede Verantwortung Rennen veranstalten, bei denen Dritte zu Schaden kommen können. Wir müssen diese Linie klar ziehen, damit der ganze Straßenrennsport nicht noch weiter in Verruf gerät. Wir müssen jetzt alle zusammen halten, um unseren Sport zu retten.

In diesem Sinne möchte ich jeden Fahrer darum bitten, nur auf abgesperrten Rennen zu fahren und sich in den Vereinen zu organisieren. Dadurch können mehr legale rennen ausgetragen werden und unser Sport weiter wachsen!