Geschichte des Streetracing

Racing

Die Geschichte des Streetracing beginnt bereits in den USA im Jahr 1914 und ist eng mit dem Namen Erwin George Baker verbunden. Baker machte sich in diesem Jahr auf, das Land in elf Tagen auf seinem Motorrad von der Westküste zur Ostküste zu durchfahren. Er berichtete über seine Erfahrungen bei dieser Fahrt und wurde dadurch als Cannonball Baker bekannt und sorgte in den USA für den Trend, das eigene Land von Küste zu Küste zu durchfahren. Spätere Rennen dieser Art wurden als Cannonball-Rennen bekannt, von denen es in den USA bis heute legale und illegale Streetracing-Rennen gibt. Diese werden bis heute normalerweise auf der 1926 fertiggestellten legendären Route 66 ausgetragen, die von New York nach Los Angeles führt. Cannonball Baker befuhr diese Route im Jahre 1933 und durchquerte die USA so innerhalb von 53 Stunden. Als Anfang der 1970er Jahre auf allen Schnellstraßen der USA ein allgemeines Tempolimit von 88 Kilometer pro Stunde eingerichtet wurde, war es nicht mehr möglich, diese Zeit aus der Vorkriegsära legal zu erreichen. Seitdem werden auf der Route 66 immer wieder legale und illegale Straßenrennen gefahren. Die schnellste jemals gemessene Zeit stammt dabei aus dem Jahr 2006, als Alex Roy und Dave Maher diesen Rekord in einem BMW M5 aufstellten. Sie fuhren die Strecke in 32 Stunden und 4 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 145 Kilometer pro Stunde entsprach.

Streetracing-Filme aus den USA
Einem breiteren Publikum wurde Streetracing durch mehrere erfolgreich Filme aus den USA bekannt, die den Mythos des Cannonball-Rennens und anderer Straßenrennen in den USA manifestierten. Zu den Filmen dieser Art zählen:

  • The Gumball Rally – aus dem Jahr 1976, Deutscher Titel: Die verrückteste Rallye der Welt
  • Cannonball – aus dem Jahr 1976, Deutscher Titel: Cannonball
    The Cannonball Run – aus dem Jahr 1981, Deutscher Titel: Auf dem Highway ist die Hölle los
  • Cannonball Run II – aus dem Jahr 1984, Deutscher Titel: Auf dem Highway ist wieder die Hölle los
  • Speed Zone! – aus dem Jahr 1989, Deutscher Titel: Cannonball Fieber – Auf dem Highway geht’s erst richtig los
    Außerdem gibt es zahlreiche andere Filme, die die Fahrt auf der Route 66 thematisieren, bei denen es jedoch dabei nicht um die Geschwindigkeit geht. Diese Filme haben einen erheblichen Einfluss auf die Streetracing Szene in den USA gehabt und seit 2001 haben die inzwischen acht Teile der ‚The Fast and the Furious‘ Filme diese Rolle übernommen.

Streetracing in der Gegenwart
Streetracing ist bis heute am stärksten in den USA verbreitet. Legale und illegale Rennen über eine Viertelmeile, die mit hauptsächlich japanischen Fahrzeugen gefahren werden, die stark getuned sind, spielen dabei eine wichtige Rolle. Es gibt allerdings auch Straßenrennen wie das Gumball 3000, Cannonball 8000, die Tourenwagen-Rennserie NASCAR und das Indianapolis 500 Rennen. Illegale Straßenrennen sind dort ebenfalls stark verbreitet. In Europa wird hingegen eher das sogenannte Speedrunning gefahren, bei dem es nur darum geht möglichst schnell vom Start- zum Zielpunkt zu fahren. Die meisten dieser Rennen sind jedoch illegal.