Der Boy Racer unter den Streetracern

Racing

Die sogenannten Boy Racer haben ihr Serienfahrzeug mit Komponenten, Tuningteilen und sonstigem Zubehör aus dem Spezialhandel aufgemotzt, um damit Aufmerksamkeit zu erregen. Die Fahrzeuge sind oft so modifiziert, das es schwerfällt, das eigentliche Basismodell zu erkennen. Auch Motor, Getriebe und andere Komponenten des Wagens werden von den Boy Racern verändert und die Wagen so in extrem starke Rennmaschinen umgewandelt. Mit diesen Fahrzeugen nehmen sie an legalen und illegalen Rennen teil, nutzen sie jedoch auch, um damit im Stadtverkehr anzugeben. In Ländern wie Malaysia, Großbritannien, Neuseeland, den USA und Kanada hat sich eine richtige Kultur um die Boy Racer entwickelt und auch in den The Fast and the Furious-Filmen wurden sie schon zum Thema gemacht.

Probleme mit den Boy Racers
Neben der Teilnahme an illegalen Streetraces fallen die Boy Racers immer wieder durch riskante Fahrmanöver im Stadtverkehr und allgemein rücksichtsloses Fahren auf. In mehreren Staaten wurden Gesetze verschärft und in Neuseeland sogar ein Gesetz mit dem Namen Boy Racer Act eingeführt, welches Straftaten der Boy Racer definiert und Strafen vorsieht. In Großbritannien sind das Problem eher die erheblichen Versicherungsprämien, die solche Fahrzeuge kosten. Sie haben dazu geführt, das viele Boy Racer die Veränderungen an ihrem Fahrzeug nicht der Versicherung melden, die deswegen dann nach schlimmen Unfällen nicht für entstandene Schäden aufkommt, worunter insbesondere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer leiden, die Unfallopfer werden.

Boy Racers in Deutschland
Die wenigen Boy Racer, die es in Deutschland gibt, werden eindeutig zur Tuning-Szene gerechnet. Umbauten und Tuning ihrer Wagen ist hier mehr ein Hobby, das nicht zum Ziel hat, mit den umgebauten Fahrzeugen im Straßenverkehr auffällig zu werden. Besonders beliebt bei den Boy Racers in Deutschland sind hingegen auffällige Lackierungen und besondere Sound-Anlagen, mit denen man im normalen Verkehr die Blicke auf sich zieht.