Das Gumball 3000 Streetrace

Racing

Eine der bekanntesten Streetracing Veranstaltungen ist das im Jahr 1999 erstmalig ausgetragene Gumball 3000 Streetrace. Dieses findet auf öffentlichen Straßen unterschiedlicher Länder statt und ist dabei mindestens teilweise illegal. 120 Fahrzeuge fahren dabei 3000 Kilometer durch mehrere Länder. Es geht den Teilnehmern dabei oft darum, ihre teuren Sportwagen zu präsentieren und am Rande der Veranstaltung Parties zu feiern und Aufmerksamkeit zu erregen. Die Startgebühren für dieses Streetrace, das die Veranstalter selbst als Ralley bezeichnen ist dabei sehr hoch. Nachdem im Jahr 2007 in Mazedonien 2 unbeteiligte Verkehrsteilnehmer getötet wurden wurde die Veranstaltung abgebrochen und viele Sponsoren haben sich aus dem Gumball 3000 zurückgezogen.

Die Rennstrecke beim Gumball 3000
Die Rennstrecke des Streetrace Gumball 3000 wechselt jährlich. Dies hat hauptsächlich mit der rechtlichen Situation zu tun. Zahlreiche Behörden werden vom ersten Straßenrennen auf ihrem Gebiet überrascht und setzen gültige Gesetze daher nur halbherzig durch. Das Risiko, dort erneut zu fahren, gehen die Veranstalter und Teilnehmer jedoch meistens nicht ein. Das erste Gumball 3000 Rennen fand auf eine Strecke die London als Start und Zielpunkt hatte statt und führte durch Belgien, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Seitdem wechseln die Strecken bei jedem Rennen, führen jedoch fast immer durch mehrere Länder, manchmal sogar auf mehreren Kontinenten.

Die Fahrzeuge beim Gumball 3000
Die zum Gumball 3000 Straßenrennen angemeldeten Fahrzeuge sind meistens auffällig und stark getuned. Teilnehmer müssen dabei mit den angemeldeten Fahrzeugen fahren, Leihwagen sind nicht erlaubt. Bunte und teure Sportwagen stellen die Hauptgruppe der Fahrzeuge. Es wurde allerdings auch schon in Kleinwagen, Oldtimern, Geländewagen und Eigenkonstruktionen und komplett umgebauten Autos gefahren. Wichtig scheint den Teilnehmern dabei hauptsächlich zu sein, ihren Reichtum zu zeigen. Einige Autos tragen außerdem deutliche Hinweise auf ihre Sponsoren.

Prominente Teilnehmer beim Gumball 3000
Die durchschnittlichen Fahrer beim Gumball 3000 sind Wohlhabende, die auf diese Art Aufmerksamkeit erhalten möchten. Es gab allerdings in der Vergangenheit auch immer wieder prominente Teilnehmer an diesem Straßenrennen. So nahmen unter anderem Johnny Knoxville, Kim Schmitz, Lewis Hamilton, David Hasselhoff und Daryl Hannah am Gumball 3000 teil, wobei häufig unklar ist, ob die prominenten Teilnehmer dafür bezahlt werden, oder ob sie es aus eigenem Interesse tun.

Rechtliche Situation beim Gumball 3000
In Deutschland regelt Paragraph 29 der Straßenverkehrsordnung klar: „„Rennen mit Kraftfahrzeugen sind verboten“. In anderen Ländern ist die Gesetzeslage oft ähnlich, Ausnahmen werden nur selten erteilt. Daher sind Strafzettel, der Einzug von Führerscheinen, Geld- und Haftstrafen beim Gumball 3000 nicht ungewöhnlich. Die Teilnehmer riskieren außerdem immer die sofortige Fahrzeugstilllegung und auch Beschlagnahme ihres Rennwagens.

Sponsoren und Merchandising beim Gumball 3000
Obwohl sich nach den tödlichen Zwischenfällen in Mazedonien im Jahre 2007 zahlreiche Sponsoren für immer vom Gumball 3000 zurückgezogen haben, werden Teilnehmer und Teams heute oft von wohlhabenden Privatpersonen gesponsert. Rund um den Gumball 3000 hat sich auch ein großer Markt an Merchandisingprodukten entwickelt. Jedes Jahr werden so und durch Reisen zum Veranstaltungsort, die Parties während der Ralley und andere Ausgaben Umsätze in Millionenhöhe generiert.